Scheibsta & die Buben - Nächstes Kapitel

Wo beginnt man? Um das neue Album von Scheibsta & die Buben genießen zu können, ist eines wirklich wichtig: Telefon abschalten und Offline gehen! Denn auf dieser Platte ist ein Lied nicht wie das andere, und jedes erzählt seine eigene Geschichte. Das ist aber nur halb so wichtig, denn neben den Geschichten sorgt auch die Musik für Gänsehaut. Die berührt einen so sehr, da könnte man heulen nach Athen gehen!

Die einen bekommen feuchte Augen, andere feuchte Hände und wieder andere Sticky Fingers, wenn sie sich das Nächste Kapitel von Scheibsta & die Buben reinziehen. Aber Alles Ok, denn diese musikalische Reise wirkt wie eine heilende Ditox - Kur vom sonst recht einfältigen Musikalltag. Hoch… Tief…Das ist eine Achterbahnfahrt der Extraklasse, so dass man beim Lauschen dieser Platte vollkommen enthusiastisch hyperventilierend Himmel hoch jauchzend oder zu Tode betrübt die Welt um einen vergisst. Man bemerkt nicht einmal mehr den Elefanten im Zimmer (Töröö). Das Nächste Kapitel von Scheibsta & die Buben - ein Album, bei dem man am Ende Heimweh nach dem Anfang hat.

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer sind Scheibsta & die Buben und was machen die?

Wir - Scheibsta & die Buben – sind eine Band aus Salzburg und bestehen aus dem Texter & Rapper Philipp „Scheibsta“ Scheiblbrandner, sowie den fünf für die Musik verantwortlichen Buben: David Binderberger (Gitarre), Lukas Pamminger (Bass), Philipp Bernsteiner (Keys), Klaus Brennsteiner (Drums), Joschi Öttl (Trompete). Wir sind zwar alle über 30, da wir aber nach wie vor gerne spielen, haben wir auch das Recht, uns Buben zu nennen. Diesen spielerischen Umgang mit unserem Handwerk kann man am allerbesten bei einem Konzertbesuch erleben. Denn ein wichtiger Teil der Konzerte sind neben der Performance der Songs, die man aus dem Radio kennt, vor allem die Freestyle-Sessions (Improvisationen). Dabei jammen wir völlig unvorbereitet, aber deswegen nicht minder professionell drauf los. Inputs vom Publikum wie Musikstile, Begriffe oder Songzeilen werden ad hoc bei diesen Sessions eingebaut. Dank unserer einzigartigen Liveshows haben wir uns in den letzten Jahren einen Ruf erspielt und uns so einen Namen gemacht. Das nächste Ziel ist es, in Deutschland anzukommen, und wir hoffen, mit dem neuen Album einen großen Sprung in diese Richtung zu machen.

 

Was kann man sich von eurem Album „Nächstes Kapitel“ erwarten?

Ich denke, dass das „nächste Kapitel“ das vielseitigste Album ist, das wir bisher gemacht haben. Es hat rockige und tanzbare Parts, aber auch sehr ruhige Momente mit Tiefgang. Die Texte sind teilweise gerappt, dann wieder gesungen, nehmen überraschende Wendungen, sind unterhaltsam, aber auch persönlich. Die Musik ist viel ausgecheckter als sonst, und die Kompositionen und Arrangements sind unkonventionell und spannend. Darüber hinaus wurde für die Aufnahmen eine Brass-Section organisiert, um den Bläserparts auf der Platte eine zusätzliche Portion Power zu verpassen. Daneben gibt es auch mehr Buben-Solis als bei früheren Releases. Der Sound insgesamt ist viel rockiger als sonst, was der unglaublich bereichernden Zusammenarbeit mit Oliver Zülch und Nikodem Milewski geschuldet ist. Die zwei haben Herzblut in das Album reingesteckt, als wäre es ihr eigenes (Danke euch!). Also was man vom neuen Album erwarten kann? Eine einzigartige, 42 Minuten lange Reise… Guten Flug!

 

Live, auf CD, über das Smartphone… Wie sollte man sich das nächste Kapitel reinziehen?

Nach Konzerten bekommen wir immer wieder zu hören, dass wir live viel besser sind, als auf youtube oder spotify. Deswegen empfehlen wir für das optimale „Scheibsta & die Buben“ – Erlebnis einen Konzertbesuch. Für das neue Album haben wir übrigens auch unsere Liveshow gepimpt, was man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte… Das wird ein Spektakel! Ansonsten klingt das Album aber überall geil. Eine Empfehlung für den optimalen Hörgenuss von uns: Mit den Lieblingskopfhörern und nicht über das Smartphone reinziehen!

 

Wen glaubt ihr sprecht ihr mit dem Album an?

Im Grunde vermutlich alle, die sich für Musik begeistern und ähnlich detailverliebte Idioten sind wie wir. Wenn bei dir den ganzen Tag Musik im Hintergrund läuft und nur da ist, um dir deine Fahrstuhlfahrt weniger unangenehm zu machen, dann ist unsere Musik wohl nichts für dich. Alle anderen sollten unbedingt reinhören. 

 

Ist es heutzutage überhaupt noch zeitgemäß, ein Album zu veröffentlichen?

Ich befürchte nicht, aber das ist uns egal. Klar könnten wir auch statt dem Album dieses Jahr fünf Singles veröffentlichen und hoffen, dass eine dabei ist, die uns in die Charts oder in irgendwelche Playlists befördert. Ein Album ist aber eine schöne Sache, bei der man für ein paar Minuten abtauchen und die Welt Welt sein lassen kann. Das funktioniert mit Singles nicht wirklich. Also ja, ich glaube, dass ein Album im klassischen Sinn wohl mittlerweile eher ein Nischenprodukt ist, aber diese Nische ist uns 100x lieber, als die Alternative.